An den Spargel, fertig, los!


Unter diesem Motto fanden die diesjährigen Spargeltage im Förde Park Flensburg statt. Die Besucher konnten frisch gekochte Spargel-Creme-Suppe, zubereitet im Freienwill Krug von Ingo Sörnsen, gebratenen Spargel, sowie Spargel-Salat mit frischen Erdbeeren kostenfrei probieren. Der gebratene Spargel und der Spargelsalat wurden frisch vor Ort zubereitet.

Hans-Peter Hansen DEHOGA Kreisverbandsvorsitzender, Lennart Janns (Ex-Azubi vom Freienwill
Krug) und Safar Scandari, Auszubildender aus der Kantine im Kreishaus, Schleswig waren vor Ort.

Wie auch in den Jahren zuvor stellte Jan Petersen,
Küchenleiter in der Kantine im Kreishaus einen AZUBI für ein Praktikum frei.

Bei Safar ein besonderes Erlebnis. 6 Monate schlug er sich zu Fuß aus Afghanistan nach Deutschland durch. Lernte deutsch, hatte einige Jobs, bevor
er in die Küche von Petersen kam. Dieser erkannte sofort das Potential des jungen Mannes und
bot ihm eine Lehrstelle als Koch an. Mittlerweile im 2. Jahr mit Freude dabei.

Auch im Förde Park Flensburg zeigte sich, dass er Freude am jetzigen Beruf hat. Vorbereitung, Fertigstellung und Ausgabe von den angebotenen
Spargelspezialitäten

bereiteten ihm sichtlich Freude. Da er in seinem Heimatland als gelernter
Schneider gearbeitet hat, nicht selbstverständlich.

Es ist schön zu sehen, dass Safar die gestellten Aufgaben so gut erledigt hat, resümiert Hansen, der unter den vielen Besuchern auch den
Kreispräsident Ulrich Brüggemeier begrüßen durfte.

Außerdem möchte ich mich beim Centermanagement, den vielen Helfern und dem
Hornbrooker Hof aus Nehms bedanken, der diese Aktion mit Ware unterstützt
hat und auch vor Ort einen Verkaufsstand aufgebaut hatte.

Trotz Corona-Verordnungen, auf deren Einhaltung genau geachtet wurde, eine tolle Aktion. Viele Gespräche über die Möglichkeiten einer Ausbildung in der
Gastronomie und der

Aufgabe des DEHOGA, besonders in der jetzigen Zeit.

Es ist Licht am Tunnel und wir sehen sehr optimistisch in die Zukunft, so Hansen, wenn auch noch viele Anforderungen vor uns liegen.

DEHOGA Expertise von der Stadt Flensburg erwünscht

In der vergangenen Zeit hatte man immer wieder versucht, Kontakt zur Stadt Flensburg herzustellen, um Fragen über die
Gastronomie, Hotellerie und Tourismus beantwortet zu bekommen oder aber auch die Mitarbeit anzubieten. In der wunderschönen Hafenstadt, direkt an der

dänischen Grenze schlummert ein großes Potential. In den letzten Jahren wurde die Expertise immer mehr angefragt, beziehungsweise hat man Vorschläge versucht 

in den Entscheidungen mit einzuarbeiten. Oberbürgermeisterin Simone Lange hat seit Ihrer Wahl kein Geheimnis daraus gemacht, dass Sie die Stadt Flensburg

nach vorne bringen möchte und moderner aufgestellt sehen möchte.

Mittlerweile ist der DEHOGA Kreisverband im Innenstadtbeirat und jetzt auch in den Wirtschaftsbeirat berufen worden. Kreisverbandsvorsitzender Hans-Peter Hansen

hat diese Aufgaben gerne angenommen, da seitens der Gastronomie und Hotellerie einige Entscheidungen und Beschlüsse nicht wirklich nachzuvollziehen waren.

Nur wenn wir dabei sind, uns den Fragen stellen und unsere Expertise einbringen, können wir gemeinsam befriedigende Ergebnisse erzielen, erzählt Hansen. 

So wurde in der Zeit der Pandemie solange um die Genehmigung zur Aufstellung von Heizpilzen in der Außengastronomie „gekämpft“, hatte die Unterstützung der Oberbürgermeisterin und

vielen Parteien, dass es nun letztendlich erfolgreich war.

Bei der ersten Zusammenkunft im Wirtschaftsbeirat bekam Hansen die Möglichkeit nach einer kurzen Vorstellung das Wort zu ergreifen. Ich wünsche mir für unsere Kolleginnen und Kollegen, 

dass Entscheidungen schneller, mit Augenmaß und Flexibilität getroffen werden. Es muss Gäste orientierter vorgegangen werden, denn der Tourismus ist für Flensburg ein große Einnahmequelle. 

Ein Vertreter der IHK Flensburg wünschte sich unter anderem, dass sich das Investitionsklima verbessert. So gibt es viele Punkte, die nun gemeinsam angegangen werden sollen. 

Sehr hilfreich ist dabei auch die neu besetzte Stelle des Stadtmanagers. Diese übernahm Bela Bergemann, der auch sogleich den Kontakt zu den „Akteuren“ sucht.

Last but not least – Hans-Peter Hansen wurde von der Oberbürgermeisterin zu einem Gespräch über die Beherbergungsabgabe (Bettensteuer) eingeladen. Dort hat man gemeinsam über die Abschaffung 

nachgedacht und neue unvermeidbare Quellen für die Finanzierung des Tourismus gesprochen. Sehr hilfreich, so Hansen, ist die Tatsache, dass die Betreiber der drei größten Hotels in Flensburg tatkräftig 

mitarbeiten wollen, damit dieses Vorhaben gelingt.

Die Weichen sind gestellt für eine hoffentlich „blühende Zukunft“ der Stadt Flensburg nach der Pandemie. 

 

Text/Fotos: hansen/voldewraa/privat

Oberbürgermeisterin Simone Lange Hans-Peter Hansen

Wirtschaftsbeirat – 1. Sitzung

AAL utsetten in Flensburg

Die Pandemie hat alles verändert. So auch die werbewirksame Prozedur vom „AAL utsetten“. Trotzdem wollte man nicht darauf verzichten, zumal durch den
Verkauf der AAL-Aktie (www.aalaktie.de) und sonstiger Unterstützungen Geld für neuen Aalbesatz zur Verfügung stand. Da man nicht, wie gewohnt, eine öffentliche Veranstaltung anbieten konnte, wurde im kleinen Kreis der Aalbesatz in die Flensburg Förde „geleitet“. Etwa 220.000 Glasaale fanden so den Weg in die „Freiheit“. Es wird zwar nur ein geringer Teil überleben, aber in der Fischerei spürt man bereits jetzt leichte Erfolge, also eine Zunahme des Aalbesatzes.

Organisator und Fischer Olaf Jensen sowie Nicole Knapstein, Geschäftsführerin von SUSTAIN SEAFOOD (Förderung nachhaltiger Fischerei e.V.) hatten alles vorbereitet, als man sich dann doch mit einigen Interessenten und Zuschauern an der Hafenspitze in Flensburg einfand. Auch Vertreter zahlreicher Medien ließen sich das nicht entgehen. Für den DEHOGA hatte sich Hans-Peter Hansen (Kreisverbandsvorsitzender) eingefunden. Zusammen mit dem Bundestagskandidaten Stefan Seidler sowie dem Landtagsabgeordneten Christian Dirschauer, sowie einigen Kindern wurden die Glasaale in Wasser geleitet. Schirmherr Peter Harry Carstensen (ehem. Ministerpräsident) konnte diesmal leider nicht dabei sein, hofft aber, dass im Herbst „Aal utsetten in de Schlie“ (Maasholm) wieder stattfinden kann.

Da soll dann auch eine Show-Küche aufgebaut werden und den Besuchern frischer Aal gebraten und in verschiedenen anderen Variationen angeboten werden. Jan Petersen, Kantine im Kreishaus, wird mit AZUBIs diese Spezialitäten zubereiten.

Text/Fotos: hansen voldewraa

Hafen Flensburg – Ort des Geschehens
Kind einer Spaziergänger Familie durfte auch Aale aussetzen
von links Landtagsabgeordneter Christian Dirschauer Bundestagskandidat Stefan Seidle

LOCKDOWN – der Wein der „hilft“!

Lockdown, ein 2020 BLANC DE NOIR (Spätburgunder) aus der Weinmanufaktur DAGERNOVA  Ahrweiler, wurde von der Handelsagentur KRAMER und GROTH (K&G) auch in der Gastronomie angeboten (wir berichteten). Begonnen hat diese Aktion im DEHOGA Kreisverband Schleswig-Flensburg, der diese Aktion maßgeblich unterstützt hat.

Als DANKESCHÖN lobten KRAMER und GROTH sowie die DAGERNOVA Weinmanufaktur einen Obolus pro verkaufter Flasche aus. Da die avisierte Menge nun fast ausverkauft ist, einige Flaschen sind bei Kramer und Groth noch zu bestellen, wurde Hans-Peter Hansen (Kreisverbandsvorsitzender Schleswig-Flensburg) nach Leck in den Firmensitz Kramer und Groth eingeladen, um den Scheck in Empfang zu nehmen. 3000 € sind so zusammen gekommen. Eine riesige Überraschung und eine große Freude, so Hansen. Wir werden das Geld in die Nachwuchsarbeit und die Digitalisierung unseres Büro stecken. In der jetzigen Zeit mehr als „Willkommen“! Erhöhter Arbeitseinsatz und stagnierende „Einnahmen“ beim Verband machen die eine oder andere geplante Aktion fraglich.

Mit Kramer und Groth verbindet uns schon seit Jahren eine freundschaftliche Verbindung, der Kreisverband profitiert bereits seit Jahren von der Unterstützung, erzählt Hansen. Gemeinsam war man in Italien (eine Reise, an der alle Mitglieder unseres Kreisverbandes hätten teilnehmen können), besichtigte Weingüter und eine Grappa-Destillation. Sobald wir wieder normale Verhältnisse haben, werden wir eine gemeinsame Reise nach Italien planen,so Sven Wiezorek (Inhaber K&G) und dann wünschen wir uns eine große Beteiligung. 

Ein neues Produkt, den Grappa von CASTAGNER, möchte Wiezorek so schnell wie möglich den Gastronomen vorstellen. Die Zeit wird kommen, da ist man sich sicher. Schauen wir zuversichtlich in die Zukunft.

Text/Fotos: hansen/voldewraa/privat

von links: Sven Wiezorek Hans-Peter Hansen

Teilqualifikation (TQ) – ein Erfolgsmodell

Bereits zum zweiten Mal wurden die „Zeugnisse“ für die einzelnen Module an die erfolgreichen Absolventen, 17 an der Zahl, der TQ-Maßnahme überreicht.

In der Wirtschaftsakademie, wo auch die Beschulung in den Monaten Oktober bis März (Modul 1 und 2) stattgefunden haben, überreichte Bente Jacobsen von der IHK Flensburg die schon mit Spannung und Vorfreude erwarteten Zeugnisse.

Nach einer kurzen Ansprache von Anke Behr, Wirtschaftsakademie Husum, Bente Jacobsen IHK Flensburg, Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit in Flensburg und Hans-Peter Hansen, Kreisverbandsvorsitzender vom DEHOGA Schleswig-Flensburg, war es dann soweit. Im Entree – der Corona Verordnungen wegen hatte man Platz genug mit der Einhaltung von Abständen – wurde die Übergabe realisiert.

Die beiden Prüfungsbesten wurden noch einmal besonders geehrt. Andy Hansen vom Beachclub Flensburg habe viel Spaß am Beruf und an einer Weiterbildung. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes. Für ihn war es immer ein Spagat zwischen der Notwendigkeit Geld zu verdienen und sich weiterzubilden. Nun ist es ihm finanziell möglich, diese Komponenten zu vereinen. Dank der Unterstützung durch das TQ-Projekt. Er sei jetzt in Vollbeschäftigung und freue sich auf die nächsten Module.

Vom Benen-Diken-Hof aus Keitum kommt Solveig Jacobsen. Bereits seit 14 Jahren arbeite Sie dort und habe als Spülerin begonnen. Danach habe sie Spaß am Service gefunden und außerdem als Beikoch in der Frühstücksküche gearbeitet. Ihr Ziel: Ich möchte etwas in der Hand haben und meinen Ausbildern Familie Johannsen und mich selber mit einem Abschluss „belohnen“! Es geht weiter, so die vor Tatendrang sprühende junge Dame. Übrigens hat Solveig beide Module mit sehr gut bestanden.

Die bisherigen TQ-Kriterien sehen  100%  Förderung vor. Danach sollen die folgenden Module ebenfalls gefördert werden, allerdings in einem etwas niedrigeren Rahmen. Um aber , bedingt durch die Pandemiesituation besonders stark betroffenen Gastronomiebetrieben zu helfen ihre Mtarbeiter:innen zu halten und zu qualifizieren, werden auch die Neueinsteiger ab Oktober 2021 in Höhe von 100% für die anstehenden 6 Module unterstützt. Ein tolles Ergebnis einer langfristigen, nicht immer einfachen Vorbereitung, der beteiligten Institutionen.

Text/Fotos: hansen voldewraa

Gruppe von links: Uwe Thomsen (Küchenleitung WAK und Ausbilder der TQ-Absolventen) Bennet Schwohn (Dozent WAK) Hans-Martin Rump (Leiter Agentur für Arbeit Flensburg) Bente Jacobsen (IHK Flensburg) auf der Treppe die Absolventen
von links: Uwe Thomsen Solveig Jacobsen Andy Hansen Hans-Martin Rump

Wieder ein Landgasthof geschlossen – für immer!

Seit Jahrzehnten war der „Gasthof Gammellund“ von Birgit und Harry Hansen-Gülck der „Mittelpunkt“ des dörflichen Geschehens.
Ein Ort der Begegnungen. Hier wurde Taufen, Geburtstage, Hochzeiten, Trauerfeiern und andere Anlässe gefeiert.
Der DEHOGA Kreisverband Schleswig-Flensburg hat hier auch die Eröffnung der bekannten Steckrübentage gefeiert.
Ein Gasthof, der weit über die Grenzen der Region bekannt war und in dem es sich gut Essen und feiern ließ.
Birgit, Harry und Mitarbeiterin Heinke Möllgaard, zusammen mit anderen Mitarbeitern, sorgten immer für das richtige Ambiente. Heinke, seit dem ersten Tag vor 35 Jahren – dabei, erzählte, dass es ihr nicht leicht falle, Abschied zu nehmen. Egal ob wir bis in den frühen Morgen eine Gesellschaft hatten und am nächsten Tag einen Frühschoppen, es ist mir nie schwer gefallen, denn die Arbeit hier im Gasthof hat immer Spaß gemacht.

Altersbedingt wollte Familie Gülck seit 3 Jahren das Gasthaus in jüngere Hände geben, aber obwohl es Interessenten gab, hat es letztendlich mit einer Übergabe nicht geklappt.
Man darf nicht vergessen, so Harry, dass ein neuer Betreiber so viele Auflagen, die teilweise neu sind, erfüllen muss, um einen Konzession zu erhalten. Das ist in vielen Fällen nicht finanzierbar. Dann kam Corona. Birgit stehen die Tränen in den Augen, während sie erzählt, dass die gesamte Crew sich auf eine große Abschiedsfeier vorbereiten wollte und nun
nichts stattfinden durfte. Das war doppelt hart. Zwar haben wir uns auf den Ruhestand gefreut, unser Herz hängt natürlich immer noch am Gasthof und an unseren Gästen.
Wir haben quasi alles Private beiseitegelassen. Unser Leben war der Gasthof. Hier spielte sich auch ein großer Teil unseres Privatlebens ab. Nun ist es vorbei. 
Verpachten ist für uns kein Thema, so Familie Hansen-Gülck. Die Gemeinde hat auch kein Interesse am Kauf und so werden wir einen Investor suchen, der das Haus übernimmt und dann einer anderen Verwendung zuführt. Sei es mit Erstellung von Wohnungen oder Ferienappartements. Platz genug ist ja vorhanden. Es gab viele Medienberichte über die „Aufgabe“ dieses sehr beliebten Gasthofs. Ein Bericht in SAT 1 sorgte abschließend noch für ein wenig Aufregung bei den Wirtsleuten. Aber es ist ein sehr schöner Beitrag entstanden, so Birgit Gülck und wir werden jetzt abwarten, was passiert.

Für die jahrzehntelange Mitgliedschaft im DEHOGA bedankte sich der Kreisverbandsvorsitzende Hans-Peter Hansen mit einem Buch und einer Flasche „LOCKDOWN“.

Text/Fotos: hansen / voldewraa

von links: Heinke Möllgaard Harry und Birgit Hansen- Gülck Hans-Peter Hansen
Gasthof Gammellund von außen

Trotz CORONA – Millionen Investition

Es begann in einer ehemaligen Ausbildungsküche in Flensburg, in der der Küchenmeister Mathias Ulrich (MUS) mit 2 Mitarbeitern die ersten 250 Essen für die Schulverpflegung kochte.

Es gab seinerzeit keinen Anbieter, der ausschließlich kindgerechtes Essen für Schulen und Kitas anbieten konnte. Das war im Jahr 2012. Vor Corona wurden täglich 1500 Essen gekocht, 22 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

Dazu kamen Teilzeitkräfte und Minijobber.

Die Räumlichkeiten waren allerdings zu klein geworden, sodass sich Ulrich entschied eine Produktionsküche bauen zu lassen, die den neuesten Standards gerecht wird. Auf 450 Quadratmeter werden hier nicht nur die neueste Technik verbaut, sondern es fließen die aktuellen Umwelt-und Hygienerichtlinien ein. Sicherlich wird das nach der Fertigstellung die modernste Küche in Flensburg und Umgebung sein und etwa 1,5 Millionen gekostet haben.

Nach Ende der Pandemie können hier bis zu 3000 Essen täglich frisch zubereitet werden. Das Erfolgsrezept von Mathias Ulrich: Kindgerechtes Essen. Dabei wird auf den Einsatz von Bio-Produkten geachtet. Ortsansässige Lieferanten, kaum Einsatz von Fertigprodukten und keine Geschmacksverstärker.

Der Slogan der Firma MUS: Alle Kinder in Flensburg und Umgebung sollen die Möglichkeit erhalten, jeden Tag ein gesundes und warmes Essen serviert zu bekommen.

Auch uns hat die Pandemie stark getroffen, erzählt der umtriebige Unternehmer Ulrich, die Weichen für den Bau waren allerdings gestellt und so werden wir das auch durchziehen. Monatelang keine Umsätze, auch keine staatliche Unterstützung, trotzdem werden wir das durchstehen. Ich bin davon überzeugt, dass nach Corona die Nachfrage wieder da sein wird. Zurück zu den Basics, frisch kochen und Qualität vor Quantität stellen. Püree aus frischen Kartoffeln, kleinere aber feinere Fleischportionen. Produkte aus Frischfisch. Wir haben viel vor und freuen uns auf den Neuanfang.

Text/Fotos: hansen/voldewraa/privat

Küche gegen Getränkeregal getauscht

Hartmann Sonnenschutz GmbH

SH010221-schatten

Was muss eigentlich noch passieren?

Diese Frage hat sich der Gastronom und Hotelier Jörn Groth,
Inhaber vom Hotel Wikingerhof in Kropp, in den letzten Monaten sehr oft
gestellt.

Sein Hotel, die angegliederte Firma „Jörns Skireisen“, sowie
ein Winter-Sportgeschäft haben allesamt, genau wie die Betriebe aller
anderen Kollegen,

Corona bedingt schließen müssen. 

Danach hatten wir eine ausgesprochen gute Sommersaison und
es gab bereits Licht am „Ende des Tunnels“ erzählt der umtriebige Hotelier.

Was dann allerdings geschah, macht mich noch immer sprach-
und fassungslos.

Ende der Sommersaison hatten wir zwei Busgesellschaften zu
Gast. Bei einer Gruppe war eine Mitreisende erkrankt und zeigte typische
Symptome einer Grippe – oder 

Corona Erkrankung. Es wurde sofort ein Arzt in das Hotel
bestellt, der dies bestätigte. Trotzdem durfte die Erkrankte am
darauffolgenden Tag den Bus besteigen und mit der Gruppe nach Hause fahren.

Nach Aussage eines Mitreisenden, der mit Herrn Groth in
Kontakt stand, wurde die Gruppe daheim erst Tage später auf das Coronavirus
getestet. Ergebnis: Einige

der Gäste waren positiv. Daraufhin hat Jörn Groth das
Gesundheitsamt kontaktiert, um sich zu erkundigen, wie er weiter zu
verfahren habe. Antwort: Es würde keine Gefahr bestehen. Das habe er nicht

verstehen können und das Hotel auf eigene Verantwortung
geschlossen. Eine richtige Entscheidung, wie es sich im Nachhinein
darstellte. Eine veranlasste Testung ergaben bei einem Mitarbeiter und bei

Groth ein positives Ergebnis. Erst dann, Tage danach, wurde
das Hotel von Amts wegen geschlossen. Und nun begann das, was sich Groth
schon viel früher gewünscht hätte. Obwohl ich mit Grippe im Bett lag, 

stand das Telefon nicht still. Ich wusste gar nicht, dass
sich so viele unterschiedliche Behörden mit der Situation auf einmal
beschäftigen. Außerdem wurde das Hotel sprichwörtlich „auf den Kopf“
gestellt.

Wir haben alle Verordnungen umgesetzt und dokumentiert.
Meine Mitarbeiter waren da wirklich vorbildlich. Ich kann nur allen
Kolleginnen und Kollegen empfehlen diese Pandemie und die daraus
resultierenden

Verordnungen ernst zu nehmen und auf deren Einhaltung streng
zu achten. Ich, so Groth, habe erfahren, was es heißt, wenn einem so etwas
widerfährt und wünsche es Keinem. Nun bleibt das Hotel vorerst weiterhin
geschlossen.

Auch von der Möglichkeit über Weihnachten zu öffnen will
Jörn Groth keinen Gebrauch machen. Alles „hochzufahren“ und dann mit
unbekanntem Ausgang, für mich nicht umzusetzen. Er sei verwundert, dass die

vorherigen Aussagen, Schließung bis in den Januar 2021
wahrscheinlich, auf einmal keinen Bestand mehr hätten und nun für 4 Tage
Übernachtungen für Besucher der ansässigen Familien zugelassen werden.

Das kann und muss jeder für sich entscheiden. Auf Rückfrage
wurde ihm mitgeteilt, dass auch der DEHOGA von dieser Entscheidung
überrascht sei!

Text/Fotos: hansen/voldewraa

Außenansicht
Jörn Groth vor den Schlüsseln seines LEEREN

Hotels